39,2 Fieber - Thomas Geierspichler streicht Paralympicssegeln

Seine 5. Paralympics stehen unter keinem guten Stern: Thomas Geierspichler muss die Spiele vorzeitig beenden. Nach einem viralen Infekt mit Harninfekt, den die ÖPC-Ärztin diagnostizierte, laboriert er seit gestern auch noch an 39,2 Grad Fieber.

„Damit sind meine Paralympics vorbei. Das 1.500er Rennen darf ich nicht mehr bestreiten. Gestern Nachmittag bis zum Abend waren zwei Ärzte - Dr. Michaela Mödlin und Dr. Alexander Keck - bei mir. Nachdem ich über 39 Grad Fieber hatte, bekam ich ein Startverbot.

Es sollen keine Langzeitschäden an Herz und Herz-Kreislaufsystem riskiert werden“, erklärt Thomas Geierspichler, der neben dem viralen Infekt auch noch von einem leichten Harninfekt gebeutelt ist: „Ich war vom 400er Rennen so kaputt, hatte keinen Appetit, keine Lust auf Papayas, ich war richtig schlapp. Ich dachte, es liegt an der großen Hitze. Gestern nach dem Frühstück habe ich mich noch für das Training tapen lassen, aber dann fing es schon an zu brennen im Intimbereich. Und jetzt noch das Fieber …!“

Jetzt heißt es auskurieren in Rio, am 20. September geht der Flieger zurück nach Österreich: „Im Nachhinein gesehen kann es sein, dass sich die Viren schon früher eingeschlichen haben. Vor dem Abflug nach Rio habe ich in Rif meinen zweitbesten Leistungstest ever hingelegt. Bei den ersten beiden Rennen in Rio merkte ich, dass Sand im Getriebe ist. Ich spürte, dass die Bahn hier nicht die schnellste ist, aber ich konnte trotzdem nicht meine normalen Rennen abspulen. Und gerade jetzt der 1.500er, den ich absagen muss, wäre mein Rennen gewesen. Für mich selbst ist das am bittersten.“

Quelle: MR PR Martin Roseneder