Behindertensportler des Jahres 2018

Vier Gründe, warum Claudia Lösch und Thomas Geierspichler die Auszeichnung bei der Sporthilfe-Gala mehr als verdient haben.

Lösch und Geierspichler bei der Sporthilfe Gala 2018 im Kreis aller Gewinnerinnen. (c) GEPA

1. Lebenswerk

Weil es auch eine Auszeichnung für ihr Lebenswerk ist. Geierspichler wurde fünfmal Weltmeister, sechsmal Europameister, ist Paralympics-Sieger über 1500 Meter und im Marathon, wo er auch den Weltrekord hält. Je einmal war er Gesamtsieger der Worldseries, der Swisseries und der America Series. Claudia Lösch hat neun paralympische Medaillen gewonnen, zwei davon in Gold. Die restlichen Erfolge von Lösch würden hier den Rahmen sprengen.

2. Aushängeschilder

Weil sie Aushängeschilder im Behindertensport sind. Sie haben den Behindertensportsport geprägt, repräsentiert und gezeigt, was alles möglich ist. Solche Lichtgestalten braucht es.

(c) GEPA

3. Sie machen den Mund auf

Weil sie unangenehme Themen ansprechen. Ob es nun fehlende Strukturen (Kurier-Podcast mit Lösch) oder das Wirrwar der Klassifizierungen und der damit verbunden Chancen-Ungleichheit ist. Lösch und Geierspichler sind nicht auf den Mund gefallen und ecken auch Mal an.

4. Vorbilder

Weil sie Vorbild sind. Medaillen sind toll, mehr aber als Gold glänzt die innere Einstellung zum Leben der beiden. „Mit Rückgrat zurück ins Leben“ heißt Geierspichlers Buch. Darin zeigt zeigt Geierspichler Wege, wie man über sich hinauswachsen und mit mentaler Kraft seine Visionen verwirklichen kann.