Geierspichler: "Druck ist weg" - zwei zweite Plätze in der Schweiz

Das erste Bahnmeeting in der Schweiz - der Athletics Grand Prix in Nottwill - ist für Thomas Geierspichler sehr gut verlaufen: Zum Auftakt holte er über die 400m Rang zwei und damit ein A-Limit. Das gleiche Ergebnis holte der Paralympicssieger gestern im Rennen über die 1.500m. Zwei Mal musste er sich nur dem US-Amerikaner Martin Raymond geschlagen geben.

Der Auftakt des Bahnmeetings verlief ganz nach Wunsch: Beim 400er wurde Thomas Geierspichler Zweiter. "Und das bei einem Starterfeld mit absolutem Paralympics-Niveau", freute sich der Anifer. Der Wind war vorgestern der einzige störende Faktor: "Es gab Windböen und nach einer Geschwindigkeit von über 28 km/h nach dem Start verringerte sich die Pace auf 21km/h auf der Zielgeraden. Nach einstündigem Aufwärmen bin ich super in mein Rennen gekommen. Den überlegenen Sieg mit 57:72 Sekunden holte sich der US-Amerikaner Martin Raymond, der knapp den Weltrekord verpasste. Ich lieferte mir mit dem Thailänder Kurattanasiri Pichaya, der erstmals bei einem internationalen Rennen dabei war, ein hartes Rennen und setzte mich im Fotofinish mit einer Zeit von 1:03,36 Minuten knapp durch. Vierter wurde mein ewiger Konkurrent Mario Trindade, nur Siebenter der starke Lokalmatador Beat Bösch."

Mit dem zweiten Platz sicherte sich Thomas Geierspichler im ersten Rennen sein erstes A-Limit für die Paralympics in Rio im nächsten Jahr: "Damit ist gleich mal viel Druck weggefallen. Generell weiß man beim ersten Saisonrennen nie wo man steht. Aber so koennte es weitergehen!" Sagt Geierspichler und lacht.

2. Platz auch über die 1.500m

Bei weitaus weniger Wind bestritt Thomas Geierspichler gestern das Rennen über die 1.500m. "Martin Raymond mussten wir gleich vom Start weg ziehen lassen. Er fährt in einer eigenen Liga. Dahinter lieferte ich mir mit einigen Fahrern ein hartes Rennen, wobei nur der US-Amerikaner Steven Toyoji und ich übrig blieben. In der letzten Runde attackierte er und ich konnte folgen. 150 Meter vor dem Ziel setzte ich auf der Außenbahn eine Gegenattacke und konnte ihn mit acht Zehntel Vorsprung besiegen. Ich bin echt happy, dass der erste Teil der Schweizer Bahnserie so gut gelaufen ist. Und die Zeit von 4:05,81 Minuten ist auch eine sehr gute."

Morgen wird der Salzburger locker trainieren und anschließend weiter nach Arbon am Bodensee fahren, wo am kommenden Donnerstag das nächste Meeting mit den Distanzen 400 und 1.500m über die Bühne geht.