Günther Matzinger startet bei Europaspielen in Baku

Österreichs paralympisches Aushängeschild Günther Matzinger wird bei den European Games in Baku für den verletzten Andreas Rapatz nachrücken und beim Großereignis die österreichischen Fahnen als Teil der 4x400 Meter Staffel hochhalten.

Unverhofft kommt oft. Günther Matzinger springt bei der Premiere der Europäischen Spiele in Bakku für seinen verletzten Trainingspartner Andreas Rapatz ein. „Die Nominierung kommt für mich sehr überraschend, ich hatte nicht mehr damit gerechnet. Natürlich tut es mit für Andi sehr leid, aber ich freue mich auch über die Chance und sehe die Europäischen Spiele als eine gute Vorbereitung für Rio 2016“, erklärt der Salzburger. Die Premiere des Großereignisses des Europäischen Olympischen Komitees in Aserbaidschan wird mit rund 6.000 teilnehmenden Athleten aus 50 Nationen ein riesen Event. Nicht nur Günther Matzinger, der bei Großereignissen bisher mit zweimal Gold bei den Paralympics in London, und mehreren WM- und EM- Medaillen erfolgsverwöhnt war, begibt sich bei der Erstauflage der European Games auf unbekanntes Terrain: „Jedes Großereignis ist anders und ich bin gespannt, was uns in Baku erwartet.“ Die 4x400 Meter Staffel findet am zweiten Tag der Leichtathletik Bewerbe, also am 22. Juni, statt: „Aller Voraussicht nach wird die Staffel mit Christian Smetana, Niki Franzmair, Mario Gebhardt und mir besetzt sein. Mario trainiert seit Herbst auch mit meinem Trainer Edi Holzer, deshalb freut es mich, dass wir beide dabei sind. Wie wir abschneiden werden, ist schwer einzuschätzen. Ohne einen wirklichen 400 Meter- Spezialisten auf EM- oder WM- Niveau wird es sicher eine Herausforderung gegen die anderen Staffeln zu bestehen. Unser Ziel muss natürlich sein, ein paar Punkte für den Aufstieg in die zweite Liga zu sammeln“, erklärt Matzinger, der auf der österreichischen Bestenliste über die 400 Meter im Moment auf Rang 2 hinter Mario Gebhard rangiert und heuer äußerst vielversprechend in die Freiluftsaison startete: „Das wichtigste war, dass ich seit Herbst ohne Probleme und Pausen durchtrainieren konnte. Ich glaube, ich bin in einer ähnlich guten Form, wie in meinen bisher besten Saisonen 2012 und 2013. Es macht einfach Spaß, wenn im Training nichts zwickt und die Wettkampfergebnisse passen.“

Am 16. Juni geht es nach Baku, zuvor stehen aber mit dem Liese-Prokop-Memorial und der Sparkassen Gala in Regensburg noch zwei Wettkämpfe am Programm: „Zwei Wettkämpfe innerhalb von drei Tagen sind zwar intensiv, aber auch eine gute Vorbereitung.“  Dann liegt der Fokus auf dem ersten Großereignis der Saison: „Allen voran freue ich mich, dass ich in Baku am Start sein darf. Ich war noch nie in Aserbaidschan und bin gespannt, was uns außerhalb des Stadions und des Olympischen Dorfs erwartet. Der Fokus ist natürlich die Staffel, da steigt die Anspannung und Aufregung je näher das Rennen rückt.“

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