Jahresrückblick 2019 Teil 4

Wir werfen einen Blick zurück auf das Jahr 2019 in den Sportarten Boccia, E-Rolli-Fußball, Rad und Ski Alpin.

(c) Gregory Picout

Ski Alpin

International ist die INAS-Ski-WM der Alpinen in Frankreich das Highlight. Die mental beeinträchtigten Sportlerinnen und Sportler holen gleich neun Medaillen. Die Ausnahmeerscheinung bei der WM – und nicht nur im österreichischen Team – ist die junge Vorarlbergerin Eva Maria Dünser. Die Ludescherin schnappt sich gleich dreimal Gold. Im Riesenslalom, Super G und im Teamwettbewerb. Es ist dazu Eva Marias erste WM-Teilnahme. Nach drei Meistertiteln in Österreich ein weiterer Meilenstein in der noch jungen Karriere. – „Ich war vor dem Start sehr nervös, aber ich hatte immer Spaß und freu mich sehr über die Medaillen. Und darüber, dass meine Familie da ist und mit mir feiert. Ich möchte weiter trainieren und noch besser werden!“, so Eva Maria über ihre Erfolge. Dazu kommen die zahlreichen Kurse des ÖBSV – vom Race-Camp für Fortgeschrittene bis zum Einsteigerlehrgang.

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Radsport

Die Österreichischen Staatsmeisterschaften im Paracycling im Einzelzeitfahren finden, vom HRC Wolfsberg perfekt organisiert, in Kärnten statt. Mit dabei waren sehbehinderte Radfahrer genauso wie Handbiker. Tom Frühwirth, der sich in seiner Klasse den Meistertitel sichern konnte, beschreibt das Streckenprofil folgendermaßen: „Es ging immer leicht bergauf und bergab, bei der Rückfahrt gab es einen fordernden Anstieg. Der Asphalt war in super Zustand und es gab keine engen Kurven.“ Walter Ablinger und Wolfgang Eibeck sind in ihren Klassen ebenfalls nicht zu biegen. Das gleiche Bild geben die Straßenmeisterschaften ab. In Gössendorf, Steiermark, gibt es an den Favoriten Ablinger, Eibeck und Frühwirth kein Vorbeikommen. International gibt es für Ablinger, Frühwirth und Co. ebenfalls viel zu jubeln. Ablinger schafft den Gesamtweltcup-Hattrick, ist Jahresweltbester in seiner Klasse MH3. – „Es war extrem knapp, nur acht Punkte haben dann zu meinen Gunsten im Gesamtweltcup entschieden. Mein größter Konkurrent, Jean-Francois Deberg, war in sehr guter Form und ist 15 Jahre jünger als ich“, so Ablinger. Yvonne Marzinke siegt beim Para-Cycling- Weltcup in Corridonia im Einzelzeitfahren und im Straßenrennen und belegt am Ende Rang zwei im Ranking. Frühwirth schließt die Saison im Ranking auf Rang eins in seiner Klasse ab und holt u.a. Bronze im Einzelzeitfahren bei der EM in den Niederlanden. – „Wie schon die ganze Saison konnte ich auch bei der EM eine Top-Leistung abrufen, auch wenn der flache Kurs nicht unbedingt für mich gesprochen hat“, so Frühwirth.

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E-Rolli-Fußball

Neben Liga und Ottobock.Cup und Ottobock.Players Cup ist DAS Ereignis der E-Rolli-Fußballerinnen und -Fußballer der European Nations Cup in Finnland. Da kann das Nationalteam zwar noch keinen Sieg verbuchen, dafür aber eine Menge Erfahrungen sammeln – und den Fair-Play-Award darf man auch mit nach Hause nehmen. Am Ende heißt es Platz sechs, bei sieben teilnehmenden Nationen. Was beim European Nations Cup zu sehen ist: Die „kleinen“ Nationen liegen eng zusammen, Österreich kann und wird hier bald Anschluss finden. Trainingslager inklusive Mentalcoaching unterstreichen die Ambitionen des Teams. Dazu werden immer mehr Spielerinnen, Spieler und Teams aus ganz Österreich in den Spielbetrieb von Liga und Cup eingegliedert. Dass E-Rolli auch Interesse außerhalb der Community weckt, zeigt das Engagement von Tipico. Der Wettanbieter fördert 2019 den Behindertenfußball tatkräftig.

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Boccia

Die 27. Auflage der österreichischen Staatsmeisterschaften in Schärding bringt spannende Duelle und Favoritensiege. In seiner Klasse wieder unschlagbar: Michael Kiefler, der damit eine perfekte Saison spielt, alle Cups gewinnt und somit auch seinen Triumph aus dem Vorjahr wiederholt – und das in seinem zweiten Boccia-Jahr. Kiefler ist die Konkurrenz in Österreich aber nicht genug. Bei den slowakischen Meisterschaften, seinem ersten internationalen Turnier, holt er Bronze. – „Boccia ist vor allem ein Kopfspiel, es geht um Taktik. Diese Herausforderung gefällt mir“, so Kiefler. Sein Ziel: die Paralympics.

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