Niederösterreichs Schwimmer mit starken Leistungen in Berlin

Von 7.-10. Juni 2018 fand in Berlin die 5. und letzte Station der WPS World Series 2018 statt. Für viele TOP-Athleten (550 Schwimmer aus 50 Nationen) war es die Generalprobe für die Europameisterschaften in Dublin im August. Die Equipe des BSV Weißer Hof mit Weltmeisterin Sabine Weber-Treiber, Paralympics-Medaillengewinner Andreas Onea und Rookie Andreas Ernhofer konnte mit Top-Leistungen brillieren.

Für Andreas Onea begann es leider nicht nach Wunsch. Gleich im ersten Bewerb über 100m Schmetterling kam es zu einer Disqualifikation. Eine Regeländerung im Schmetterlingsschwimmen machte eine kurzfristige Technikumstellung notwendig. Die Umsetzung im Wettkampf klappte leider noch nicht fehlerfrei. Aber nicht nur die Sportler hatten mit der Regeländerung ihre Probleme, auch das Wettkampfgericht urteilte nicht immer fehlerfrei.

Was anfangs für Frustration sorgte, baute sich im Laufe der Wettkämpfe zu neuer Motivation auf. Über 100m Freistil kam der Deutsch-Wagramer fast an seine Bestleistung aus dem Vorjahr heran und über 200m Schmetterling, diesmal mit gut umgesetzter neuer Technik, schaute der 5. Endrang in der Weltcupwertung heraus. Auch hier, klassenübergreifend gegen alle Konkurrenten, durch eine Punktwertung zusammengefasst. Insgesamt kamen noch drei Medaillen aus den Klassenwertungen der Bewerbe als Ausbeute hinzu: Gold über 200m Lagen, Silber über 50m Brust und Bronze über 100m Brust.

Das Highlight setzte Andreas Onea am letzten Wettkampftag  über 200m Lagen wo er sich  für das offene A-Finale qualifizieren konnte. Im Finale konnte er seine Vorlaufzeit um eine Sekunde unterbieten. 2:31,30 machen Andy zum schnellsten Europäer im Jahr 2018.

„Das mit der Regeländerung und deren Umsetzung im Wettkampf hat mich anfangs etwas aus der Ruhe gebracht. Vor allem eine Disqualifikation bei einem so großen Wettkampf ist ärgerlich. Aber ich habe das relativ schnell abhaken können und mich gut auf die nächsten Bewerbe konzentriert. Dass mir am letzten Tag über 200m Lagen so eine Zeit gelungen ist, hat mich selbst überrascht. Für solche Rennen trainiert man die vielen Monate so hart. Da merkt man während dem Schwimmen schon, dass das was wird! Und mit einer Ranglistenführung motiviert man sich gleich um eine Spur einfacher für die anstehenden Trainingswochen!“, freute sich der Heeressportler über die erbrachten Leistungen.

Nach dem erfolgreichen Abschneiden in Italien bestritten Sabine Weber-Treiber und Andreas Ernhofer in Berlin ihren 2. World Series Wettkampf innerhalb von 2 Wochen.

Erster Bewerb für beide waren 200m Freistil. Sabine erreichte den undankbaren 4. und Andreas Ernhofer den 7. Platz in der Klassenwertung. Noch erfreulicher als die Platzierung waren für Trainer Rosenberger die geschwommenen Zeiten. Beide konnten ihre Bestzeiten um mehrere Sekunden unterbieten und den Leistungsaufbau im Grundlagenbereich für die EM bestätigen. Über die Sprintdistanzen fehlte der Trainingsintensität geschuldet etwas die Spritzigkeit. Trotzdem konnte die ROT-WEISS-ROTE Medaillensammlung (Ernhofer Bronze über 50m Brust, Weber-Treiber Gold über 50m Freistil) vergrößert werden.

Bemerkenswert war, dass sich Andreas Ernhofer bei seinem 2. WPS Wettkampf bereits das 2. Mal für das A-Finale über 150m Lagen qualifizieren konnte. Zum Abschluß gab es für ihn am Sonntag dann noch Gold über 100m Rücken.

Die Ausbeute in Berlin für die 3 Niederösterreicher: 3 x Gold, 1 x Silber, 3 x Bronze

Bild- und Textquelle (angepasst): Ing. Thomas Rosenberger, Kompetenzstelle für barrierefreies Bauen und Wohnen