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(c) Astrid Berger

KONTAKT

Basketball-Referent Andreas ZANKL
Basketball-Koordinator/Coach Sebastian EGGERT
basketball(at)obsv.at

TERMINE

Rollstuhlbasketball-Camp für Jugendliche bis 18, 19. - 25. Juli .2020 im BSFZ Maria Alm
Spiel-Termine der Bundesliga

Das Wichtigste über Rollstuhl-Basketball

Rollstuhl-Basketball ist nicht nur eine der ältesten Rollstuhl-Sportarten, sondern auch eine der spannendsten innerhalb des Rollstuhl-Sports. Die Kombination aus Fahren, Drehen, Stoppen, Fangen und Werfen sorgt für ein tolles Match. Die enorme Beliebtheit des Sports spiegelt sich in der Anzahl an unzähligen Mannschaften weltweit wider. Rollstuhl-Basketball fördert physische und psychische Kräfte. Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer, Beweglich keit und Reaktionsfähigkeit verbessern sich und sind für die Entwicklung von Kondition und Koordination ausschlaggebend.

Wissenswerte Regeln beim Rollstuhl-Basketball
Rollstuhl-Basketball wird von zwei Teams mit je fünf Personen gespielt. Ziel beider Teams ist es, den Ball in den Korb des Gegners zu werfen. Mitspielen dürfen alle, die eine Bein- oder Rumpfschädigung haben. Bis zum Europacup dürfen auch Personen ohne Behinderung bei der Meisterschaft mitspielen. Allen Personen ist es erlaubt, mit Hilfsmitteln die Bewegungsmöglichkeiten zu verbessern. Für ein faires Spiel mit unterschiedlichen Handicaps sorgt die Klassifizierung.

DIE KLASSIFIZIERUNG

Um im Rollstuhl-Basketball spielberechtigt zu sein, müssen die Spieler/innen eine dauerhafte Körperbehinderung in den unteren Gliedmaßen aufweisen, die sie daran hindern zu laufen, zu springen und zu pivotieren wie nichtbehinderte Spieler/innen.

Wenn die Spieler/innen diese Voraussetzungen erfüllen, werden sie durch das Spieler-Klassifizierungssystem des Internationalen Rollstuhl-Basketball-Verbandes (IWRF) für das Spiel eingestuft. Durch die Klassifizierung werden die Spieler/innen, entsprechend ihrem Ausmaß der körperlichen Funktionen mit Punkten von 1,0 bis 4,5 bewertet. Diese Punkte werden dann addiert, die in der Summe, für die fünf Spieler/innen auf dem Feld, die Zahl von 14 Punkten zu keiner Zeit des Spieles überschreiten dürfen. Dies sichert jedem/r Spieler/in, unabhängig vom Grad der Behinderung, eine integrale Rolle innerhalb der Mannschaftsstruktur. Beobachtungen der Rumpfbewegungen und der Sitzstabilität während eines wirklichen Wettkampfes, ohne medizinische Diagnose, bilden die Basis der Spieler-Klassifizierung.

1-Punkte-Spieler können die Beine nicht bewegen und nur geringe oder gar keine Rumpfkontrolle ausüben. Die Sitzbalance ist sowohl vorwärts als auch seitwärts deutlich behindert und sie benutzen die Arme, um in eine aufrechte Position zurückzukehren, wenn sie die Balance verloren haben. Diese Spieler verlieren in Kontaktsituationen ihre Balance und Rebounden in der Regel über dem Kopf mit nur einer Hand.

2-Punkte-Spieler besitzen in der Regel keine Beinfunktionen, verfügen aber teilweise über eine Rumpfkontrolle nach vorne. Sie verfügen nicht über freie Seitwärtsbewegungen oder eine Rumpftorsion. Sie besitzen begrenzte Sitzstabilität in Kontaktsituationen, dabei greifen oft die Hände an den Rollstuhl oder die Oberschenkel, um bei Kollisionen aufrecht zu bleiben.

3-Punkte-Spieler verfügen über gewisse Beinfunktionen und über normale Rumpffunktionen beim Beugen nach vorne bis zum Boden, beim Aufrichten sowie etwas Rumpftorsion. Die Spieler haben keine gute Rumpfstabilität zur Seite, sie sitzen jedoch stabiler in Kontaktsituationen und können ohne Mühe mit beiden Händen über dem Kopf Rebounds annehmen.

4-Punkte-Spieler besitzen normale Rumpffunktionen, aber aufgrund von gewissen Schwächen in den Beinfunktionen sind sie nicht in der Lage, nach beiden Seiten in gleicher Weise kontrollierte Rumpfbewegungen auszuführen. Stabil beim Rollstuhlkontakt und beim Rebound, mit normalen Vorwärts- und Torsionsbewegungen.

4,5-Punkte-Spieler sind die am wenigsten behinderten auf dem Spielfeld. Gewöhnlich besitzen sie nur geringe Einschränkungen an den Beinen oder eine einseitige Unterschenkel-Amputation. Ihnen sind normale Rumpfbewegungen in alle Richtungen möglich und sie sind sehr stabil in allen Konfliktsituationen.

Es gibt Spieler/innen, die nicht genau in eine der Kategorien des Klassifizierungssystems passen. In diesen Fällen kann der Klassifizierer einen halben Punkt mehr oder weniger zu einer bestimmten Klasse hinzufügen. Dadurch entstehen Spielerwertungen mit 1,5, 2,5 und 3,5 Punkten. Die 14 Mannschaftspunkte auf dem Spielfeld müssen trotzdem eingehalten werden.

Spieler/innen mit mentaler Behinderung
Um im Basketball der Mentalbehinderten startberechtigt zu sein, müssen alle Spieler/innen die Kriterien der minimalen Behinderung erfüllen, wie sie vom Weltverband für Athlet/innen mit mentaler Behinderung - INAS-FID - dargelegt sind.