TRIATHLON

Das Wichtigste über Triathlon
Triathlon ist tatsächlich eine relativ junge Sportart. Sie wurde um die 1920er Jahre in Frankreich erfunden, aber erst in den 1970er Jahren durch amerikanische Sportlerinnen und Sportler international bekannt gemacht.

Auch bei Menschen mit den verschiedensten Behinderungen wird dieser herausfordernde Sport immer populärer. Die Sportlerinnen und Sportler treten in den drei Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen an.

Für blinde und sehbehinderte Personen ist Triathlon besonders geeignet - allerdings brauchen sie gut trainierte Personen, die sie begleiten.

Für Menschen mit Amputationen ist diese Sportart erst durch High-Tech-Prothesen zugänglich geworden. Für Menschen in Rollstühlen werden spezielle Speedbikes und Rennrollstühle benötigt. Aber der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Regeln im Triathlon
Abhängig von Art und Schweregrad der Behinderung gibt es im Triathlon sechs Klassen. Männer und Frauen treten in eigenen Gruppen an. Die olympische Distanz besteht zum Beispiel aus 1500m Schwimmen, 40km Radfahren und 10km Laufen.

Es gibt bereits eigene Wettkämpfe auf internationaler Ebene für Menschen mit Behinderung. Allerdings gibt es auch Sportlerinnen und Sportler, die trotz Behinderung bei Wettkämpfen im Nichtbehindertensport starten. Dies gilt besonders für die Langdistanz Ironman, eine Disziplin des Triathlons, die unter anderem jedes Jahr auf Hawaii ausgetragen wird. Bei diesem legendären Wettbewerb kommen nur die Härtesten ins Ziel.


Naturrausch!

Die meisten Triathlons finden in freier Natur statt. Wer Herausforderungen liebt und Überraschungen nicht scheut, wird in diesem Sport viel Spaß haben.

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Ansprechpartner

TRIATHLON
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Die Klassifizierung (Triathlon)

Triathlon (Paratriathlon / ITU)

Paratriathlon wurde neu in das paralympische Programm aufgenommen. Die Athletinnen und Athleten starten ab den Paralympics in Rio 2016.

Durchläuft eine Athletin ein Athlet die Klassifizierung für das paralympische Triathlon wird ihr/ihm ein ermittelter Punktewert zugeordnet. Dieser Punktewert entscheidet darüber, in welcher der fünf Startklassen die Athletin/der Athlet antritt.

Den Großteil eines ermittelten Punktewerts machen Muskelfunktionstests aus, die für die drei Disziplinen (Schwimmen, Radfahren und Laufen) herangezogen und gewichtet werden. Ein Drittel des Werts geht auf das sogenannte „Functional Ability Profile“(FAP) zurück, was sich aus Triathlon spezifischen Techniktests zusammensetzt (ITU).

PT1 - Klasse der Rollstuhlnutzerinnen/-nutzer. Die Athletinnen und Athleten nutzen ein Handcycle auf der Radstrecke und einen Rennrollstuhl in der Laufdisziplin. FAP von maximal 640 Punkten. Die Athletinnen und Athleten haben körperliche Beeinträchtigungen, die sicheres Radfahren oder Laufen unmöglich machen.

PT2 - Klasse der Rollstuhlnutzerinnen/-nutzer. Die Athletinnen und Athleten nutzen Prothesen oder ähnliche Hilfsmittel auf der Radstrecke und in der Laufdisziplin. FAP von maximal 454,9 Punkten.

PT3 - Klasse der Rollstuhlnutzerinnen/-nutzer. Die Athletinnen und Athleten nutzen Prothesen oder ähnliche Hilfsmittel auf der Radstrecke und in der Laufdisziplin. FAP zwischen 455 und 494,9 Punkten.

PT4 - Klasse der Rollstuhlnutzerinnen/-nutzer. Die Athletinnen und Athleten nutzen Prothesen oder ähnliche Hilfsmittel auf der Radstrecke und in der Laufdisziplin. FAP zwischen 495 und 557 Punkten.

PT5 - Klasse der Athletinnen und Athleten mit Sehschädigungen entsprechend der Einteilung in B1, B2, B3. Da die Athletinnen und Athleten mit und ohne Restsehfähigkeit gemeinsam an den Start gehen, hat die ITU ein „Fair Start System“ (FSS) erarbeitet, dass die unterschiedlichen Ausgangsbedingungen ausgleichen soll). In erster Linie ist dabei ein verzögerter Start der B2 und B3 Athletinnen und Athleten vorgesehen, damit sich die Platzierung für die Athletinnen/Athleten und Zuschauer auch im Wettkampfgeschehen wiederspiegelt. Sollte dieser versetzte Start aus organisatorischen Gründen nicht möglich sein, so werden den B1 Athletinnen/Athleten nachträglich die entsprechenden Minuten von der Gesamtzeit abgezogen. Die Verwendung eines Tandems auf der Radstrecke ist obligatorisch.

Quelle: BISP (2014). Das Klassifizierungssystem der paralympischen Sportarten. Mit Unterstützung des DBS, Bonn, Dezember 2014, S. 30-31