SEGELN

Wissenswertes übers Segeln
Segeln ist als Wassersportart eine wunderbare Bereicherung für die Großteils am Land betriebenen Disziplinen im Behindertensport. Segeln wird als Freizeitsportart an vielen Seen auch für Menschen mit Behinderung angeboten. Meistens wird in sogenannten Mini12er Booten gesegelt. Sie können durch behinderungsspezifische Adaptierungen mit einer Hand oder zwei Händen oder sogar mit den Füßen gesteuert werden. Durch ihre spezielle Bauweise sind sie nicht kenterbar und geben damit auch mentalbehinderten Menschen Sicherheit.

Besonderheiten beim Segeln
Wie überall im Behindertensport gibt es auch beim Segeln bestimmte Richtlinien, die einen fairen Wettkampf gewährleisten. Menschen mit den unterschiedlichsten Handicaps können in einem Segelteam ihr Können unter Beweis stellen. Ein Punktesystem sorgt für Fairness zwischen den Teams.


Vollkommene Freiheit

Für Menschen im Rollstuhl ist das Segeln eine außergewöhnliche Erfahrung. Beim Segeln können sie den Rollstuhl an Land zurück lassen und ihn durch das Auf und Ab der Wellen für einige Stunden vergessen.

“Beim Segeln ist eines der schönsten Gefühle, dass man von den Wellen getragen wird. Es ist ein Sport, wo Natur und Mensch zusammenarbeiten müssen. Das macht den Reiz aus und bringt Spaß.”

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KONTAKT

Segeln ist im zuständigen Bundes-Sportfachverband inkludiert.
Ansprechpartner

Die Klassifizierung (Segeln)

Segeln (Sailing / IFDS)

Segeln ist ein Sport für Seglerinnen und Segler mit verschiedensten Behinderungen. Athletinnen und Athleten aus folgenden Behinderungsgruppen können zusammen starten:

  • Amputierte (IWAS)
  • Athletinnen/Athleten mit Rückenmarksverletzungen (IWAS)
  • Frühkindliche hirngeschädigte (Zerebralparese) Athletinnen und Athleten (CPISRA)
  • Sehbehinderte Athletinnen und Athleten (IBSA)

Zur Zeit gibt es drei paralympische Bootsklassen: 2.4 m (Kielboot mit einer), SKUD 18 (Kielboot mit zwei) und Sonar (Kielboot mit drei Seglerinnen/Seglern Besatzung).

Das Klassifizierungssystem basiert vollständig auf den Funktionen, die zum Segeln erforderlich sind. Vier funktionelle Klassen sind ermittelt worden:

  • Stabilität (z. B. Gleichgewicht)
  • Handfunktionen
  • Mobilität
  • Sehvermögen

In jeder funktionellen Klasse werden die Athletinnen/Athleten, entsprechend ihrer funktionellen Einschränkungen, in eine Kategorie eingestuft und schließlich gemäß eines Punktesystems bewertet; dieses reicht von einem Punkt, womit die am meisten behinderte Funktionsfähigkeit festgelegt wird, bis zu sieben Punkten für die größte Funktionsfähigkeit.

Ein Team aus drei Seglerinnen/Seglern darf die Summe von 14 Punkten nicht überschreiten. Für Teams aus zwei Seglerinnen/Seglern sind keine Punktobergrenzen festgelegt.

Quelle: BISP (2014). Das Klassifizierungssystem der paralympischen Sportarten. Mit Unterstützung des DBS, Bonn, Dezember 2014, S. 28